Danny van Doorn – P-DTR® Instructor Neuroaxis Deutschland, Pain and Movement Specialist, Certified Proficiency Provider

P-DTR® Intermediate

Dauer: 2 Module à 4 Tage + Online-Videolektionen


Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme an den Intermediate Kursen (Schriftliche Prüfung)

Dozent: Danny van Doorn

Die Intermediate-Kurse bauen auf den Inhalten der Foundation-Serie auf und erweitern diese um eine vertiefte Betrachtung biomechanischer Zusammenhänge im funktionell-neurologischen Kontext. Ziel ist es, komplexere Bewegungs- und Belastungsmuster systematisch zu analysieren, deren neuronale Steuerung besser einzuordnen und funktionell-neurologische Befunde differenziert in die klinische Entscheidungsfindung einzubeziehen.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Priorisierung afferenter Signale im ZNS, der Integration biomechanischer Informationen sowie dem Verständnis, wie metabolische Einflussfaktoren und kompensatorische Strategien das klinische Erscheinungsbild beeinflussen können.

Thematische Schwerpunkte

Biomechanik und Bewegungsketten

  • Gelenkmechanik und funktionelle Belastungsmuster

  • Muskelketten und segmentübergreifende Bewegungsstrategien

  • Zusammenhang zwischen Biomechanik, metabolischer Belastung und afferenter Informationsverarbeitung

Zentrale Priorisierung afferenter Signale

  • Gewichtung und Integration sensorischer Informationen im ZNS

  • Konkurrenz und Priorisierung afferenter Reize

  • Auswirkungen auf motorische Programme, Schutzmechanismen und Bewegungsökonomie

Neurofunktionelle Bewegungsanalyse

  • Erweiterte Analyse komplexer und kompensierter Bewegungsmuster

  • Erkennen kompensatorischer Präsentationsformen bei funktionell-neurologischer Dysregulation

  • Interpretation neurofunktioneller Befunde im biomechanischen und metabolischen Kontext

  • Übertragung neurofunktioneller Erkenntnisse auf klinische Fragestellungen

Metabolische Aspekte und Kompensationsmechanismen

  • Einfluss metabolischer Faktoren auf neuronale Steuerung und Belastbarkeit

  • Zusammenhang zwischen Energieverfügbarkeit, Schutzreaktionen und Bewegungsstrategien

  • Verständnis kompensatorischer Muster als Ausdruck funktioneller Anpassungsprozesse

Differenzierung funktioneller Dysregulationen

  • Abgrenzung funktionell-neurologischer Auffälligkeiten von strukturellen oder primär mechanischen Ursachen

  • Systematische Einordnung neurofunktioneller Befunde in die klinische Befunderhebung

Die Intermediate-Serie unterstützt Teilnehmende dabei, funktionelle Neurologie, Biomechanik und metabolische Einflussfaktoren gezielt miteinander zu verknüpfen. Dadurch wird eine differenziertere Analyse komplexer klinischer Präsentationen ermöglicht und die Grundlage für präzisere diagnostische und therapeutische Entscheidungen geschaffen.